Die Eröffnungsveranstaltung über Italien fand am Mittwoch, den 27.April, im Baumberger Bürgerhaus vor etwa 40 Gästen statt. Renzo Brizzi referierte über eine Stunde zum Thema „Deutschland und Italien im Spannungsfeld der Europa-Krise – Stimmen und Stimmungen in Rom und Berlin“.
Nach kurzer Schilderung der Beziehungen zwischen beiden Ländern seit 1945 und der anfänglichen Europa-Begeisterung Italiens beschreibt der Referent anhand von Bildern, Filmen und Grafiken die heutige Stimmung der Italiener zu Europa und Deutschland. Nach seiner Meinung war die Stimmung bis zur Wiedervereinigung Deutschlands sehr gut. Er erinnert u.a. an die Hunderttausende von italienischen Gastarbeitern in Deutschland. Diese gute Stimmung hat sich seit der Wiedervereinigung Deutschlands extrem verschlechtert. In einer Umfrage in Italien nach dem größten Gegner Italiens haben 54% Deutschland genannt. Eine vernichtende Zahl. Deutschland wurde größer und mächtiger, dominierte mehr Europa und Italien wurde schwächer und verlor an Bedeutung. Grund waren die Probleme in Italien selbst. Die „alten“ Christdemokraten verschwanden mit Beginn der 90iger Jahren in der Versenkung, andere und viele neue politische Gruppierung entstanden. Seit Anfang der 90iger hat es 30 unterschiedliche Regierungen in Italien gegeben. Durchschnittlich 0,9 Regierungen pro Jahr. Hinzu kamen Korruption und Bestechung. Und natürlich Berlusconi! Mit der Wirtschaft ging es bergab, die Verschuldung nahm dramatisch zu. Zunehmend sank das Ansehen Italiens. Stichwort: La Dolce Vita!
Im Augenblick, insbesondere bei der jüngeren Generation beginnt sich das zu verändern. Tausende „fliehen“ aus Italien und studieren in Deutschland. Damit beginnt in den Köpfen der Umdenkungsprozess. Hinzu kommt, dass die augenblickliche italienische Regierung mehr in den Kategorien Europas denkt, als das vorher der Fall war. Insofern zeichnet Rizzi am Ende seines Vortrages mit Blick auf die Zukunft ein eher positives Zeichen.
Brizzi ist in der Toskana geboren, lebt aber seit über 30 Jahren in Deutschland. Lange Jahre hat er beim WDR gearbeitet. Sein Vortrag ist von großer Offenheit und skizziert die gemachten Fehler sehr deutlich. Es ist kein Schönwettervortrag, sondern gibt des Ansichten eines Italieners, der in Deutschland lebt und von Europa geprägt ist, deutlich wieder. Anschließend gibt es eine ganze Reihe von Fragen, die alle sehr persönlich beantwortet werden. Schade, Referent und Vortrag, hätte mehr Zuhörer verdient gehabt. Aber irgendwie scheinen wohl viele ein eher spanisches Thema gehabt zu haben. Und dies hatte an diesem Abend den Namen „Athletico Madrid“!
Anschließend verabschiedet Manfred Klein, Chef der Europa-Union in Monheim und gleichzeitig der Moderator des Abends, Renzo Brizzi unter viel Applaus. Es hat sich mal wieder gelohnt, ins Baumberger Bürgerhaus zu kommen, Und für alle Fußball-Fans: Punkt 20.45 Uhr war Schluss!
Der BAB hat sowohl Einzelmitglieder als Vereine als Mitglieder. Unser Fokus geht traditionell auf Einzelmitglieder. Der BAB hat rund 500 einzelne Mitglieder. Hinzu kommen noch einmal etwa 20 Vereine, die Mitglied im BAB sind. Damit ist der BAB nach den Sportvereinen der zurzeit größte Verein in Monheim und Baumberg. Darauf sind wir alle sehr stolz.
Unsere Beiträge sind mehr als moderat. Zurzeit zahlen Einzelmitglieder im Schnitt 1,- Euro monatlich. Für Rentner und Paare gelten Sonderkonditionen. Vereine zahlen aktuell 25,- Euro jährlich. Dafür können Sie neben dem allgemeinen Leistungsspektrum folgende „Vorteile“ in Anspruch nehmen:
Teilnahme an der jährlichen Koordinierungsrunde
Spezielle Informationen durch allgemeinen und spezifischen Themen
Kostenlose Nutzung des BAB Equipments (Biergarnituren, Zelte, Grill- Equipment, Elektro als Beispiele)
Die Anzahl der Mitglieder ist heute eine deutliche Indikation für die Bedeutung des BABs, im gesamtgesellschaftlichen Kontext Baumbergs, aber auch gegenüber der Stadtverwaltung als anerkannter Gesprächspartner. In der heutigen Zeit ist es aber genauso wichtig, inwieweit ein Verein in der Lage ist, unabhängig der Anzahl seiner Mitglieder, Netzwerke zu knüpfen und Menschen in der Stadt themenorientiert zusammen zu bringen. Insofern sind wir sehr stolz darauf, dass der BAB eine Reihe von Leistungen anbietet, zu deren Gelingen auch viele Nichtmitglieder beitragen. Als Beispiele seien nur das Sonnwendfest oder auch die Rheinufersäuberung zu nennen. An beiden beteiligen sich mittlerweile mehr Nicht-Mitglieder als Mitglieder. Auch bestehen eine ganze Reihe von Netzwerken zu anderen Bürgervereinen und zu anderen Vereinen und Organisationen in Baumberg. Natürlich hat der BAB auch Mitglieder, die in Monheim wohnen. Und das ist auch gut so! Der BAB hat also einige „Standbeine“.
Und wir möchten alle stützen und ausbauen. Wir wollen wachsen und brauchen dafür noch mehr Mitglieder als wir schon haben. Deshalb unsere persönliche Bitte: Denken Sie doch einfach einmal darüber nach, ob Sie nicht für einen 1,- Euro monatlich Mitglied im BAB werden. Es macht wirklich Spaß, mit gleichgesinnten Menschen zusammen zu arbeiten. Und die Möglichkeiten, an Themen zu arbeiten sind wirklich sehr vielfältig. Sprechen Sie bitte auch einmal Ihre Nachbarn, Freunde und Bekannten an, ob sie nicht Interesse haben. Wenn ja, einfach super und mitbringen!
Der BAB ist kein statischer Verein, sondern entwickelt sich dem Zeitgeist und den Interessen unserer Mitglieder entsprechend ständig weiter. Wir haben geplante und spontane Aktivitäten.
Ein letzter Hinweis auf zwei Aktionen, die wir in den nächsten zwei Wochen starten werden. Zum einen eröffnen wir den „BAB Ideenwettbewerb Baumberg 2016“, Hier sind alle - Mitglieder, Nichtmitglieder, Baumberger, Nicht-Baumberger – aufgefordert, Ideen zur Verbesserung des Lebens in Baumberg zu benennen. Was fehlt in Baumberg, was können wir besser machen? Alles Weitere können Sie nächste Woche der Presse und dieser Homepage entnehmen. Zum anderen haben wir einen kleinen Fragebogen über den BAB entwickelt. Was macht der BAB gut, was nicht so optimal, was sollten wir sein lassen und was ausbauen oder neu aufnehmen? Unsere Mitglieder erhalten diesen Bogen schriftlich zugeschickt, alle anderen Baumberger werden über Presse, Homepage und Mailverteiler der Vereine und der Organisationen informiert. Bitte einfach mitmachen, wir stricken den BAB nach Ihrer Vorstellung!
Weitere Fragen, oder Lust bekommen, mitzumachen? Oder etwas anderes? Wie immer: Schreiben Sie an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., oder rufen einfach an bei: Helmut Heymann 02173/6199 oder verwenden die allgemein bekannte Postanschrift des BABs.
Wie seit über 20 Jahren hat der BAB auch in diesem Jahr an den Karnevalsumzügen in Monheim und Baumberg mitgemacht. Unser Wagen hatte das Motto, den städtisch geplanten Hühnerstall am Ulla-Hahn-Haus darzustellen. Eines der sehr wenigen Themen in beiden Zügen mit einem lokalpolitischen Thema.
Am 21.April 2016 fand die erste Bürgerrunde zu diesem Thema im Baumberger Bürgerhaus statt. Bei diesen neuen Baumberger Quartier handelt es sich um das neu zu bebauende Gelände, was durch den Abriss der ehemaligen Geschwister-Scholl-Schule in 2017/2018 entsteht.
Rund 50 Bürger und Bürgerinnen folgten der Einladung der Stadtverwaltung zu dieser ersten Bürgerbeteiligung über dieses Thema. In seiner Einleitung erklärte der Bürgermeister, Daniel Zimmermann, dass der jetzige Schulbetrieb der Förderschulen in 2017 ausläuft. Das Schulgebäude und die Turnhalle werden danach nicht weiter benötigt. Das Areal ist rund 25.000 Quadratmeter groß und steht dann für eine neue Planung zur Verfügung. Die Stadtverwaltung ist für dieses Jahr mit der Planung beauftragt und gibt den Bürgern mit diesem Workshop die Gelegenheit, ihre Vorstellungen erstmals zu diesem Thema einzubringen.
Ein neues Projekt der Monheimer Stadtverwaltung soll den Ortsteil Baumberg beglücken: ZWAR - Zwischen Arbeit und Ruhestand. Ein für das Gemeinwesen und die dort lebenden Menschen ein sehr wichtiges Thema!
In ihrer Ausgabe vom 14. April 2016 berichtet die Rheinische Post ausführlich über die Sitzung des städtischen Ausschusses für Generationen, Kultur, Soziales und Ordnung vom 12. April 2016.
Lesen wir uns in das Thema auf der Basis dieses Artikels ein:
„Der Vorsitzende des Baumberger Allgemeinen Bürgervereins (BAB), Helmut Heymann, hat wiederholt an den Bürgermeister appelliert, in der Hauptstadt für Kinder, die Älteren nicht zu vergessen. Jetzt soll in Baumberg das erste Monheimer ZWAR-Netzwerk eingerichtet werden. … ZWAR ist eine landesweite Initiative für eine nachbarschaftliche Selbstvernetzung von Menschen ab 55. Der Fokus liegt dabei auf der Frage, was man miteinander unternehmen möchte – also auf Freizeitgestaltung. Es geht um gesellschaftliche Teilhabe und die Mitgestaltung des Wohnumfeldes. … Die Stadt möchte dabei in Baumberg auf Strukturen aufbauen, die neben dem BAB auch das Gertrud-Borkott-Haus geschaffen hat.“
Die diesjährige Monheimer Europa-Woche steht unter dem Titel „Italien“. Sie ist eine Veranstaltung des Stadtverbandes Monheim der Europa-Union und der IHK Düsseldorf. Insgesamt gibt es vier Programmpunkte.
Der erste findet am 27. April um 19.00 im Bürgerhaus Baumberg statt.
Hier referiert Herr Renzo Brizzi zum Thema „Deutschland und Italien im Spannungsfeld der Europa-Krise – Stimmen und Stimmungen in Rom und Berlin“. Ein sehr akutelles Thema!
Renzo Brizzi war mehr als ein Viertel Jahrhundert Redakteur für den WDR und hat das vielsprachige Programm „Funkhaus Europa“ mitentwickelt und über viele Jahre lang geleitet. 2014 Wurde Herrn Brizzi der Premio Culturale der Vereinigung Deutsch-Italienischer Kultur-Gesellschaften verliehen.
Der BAB dankt der Europa-Union dafür, dass eine Veranstaltung der Italien-Woche im Bürgerhaus Baumberg stattfindet. Für diese eine Veranstaltung ist der BAB sozusagen Hausherr und für die Organisation zuständig. Eingeladen sind alle, die sich für das Thema interessieren. Der Eintritt ist frei.
Am 17. April hatten wir den zweiten BABtalk in diesem Jahr geplant. Diese Veranstaltung muss leider ausfallen, da Helmut Heymann als Organisator des BABtalks für ein paar Tage ausfällt.